Schwangerschaft

Gut begleitet durch diese besondere Zeit: Eine Schwangerschaft ist für jede Frau anders. Neben der Vorfreude entstehen oft Fragen – und manchmal auch Unsicherheiten. Wir begleiten Sie von der Feststellung der Schwangerschaft bis zur Geburt. Dabei richtet sich die Betreuung nach Ihrer persönlichen Situation und dem Verlauf Ihrer Schwangerschaft.

Unser Ziel ist eine medizinisch fundierte Begleitung mit den notwendigen Untersuchungen und der Aufmerksamkeit, die Ihre persönliche Schwangerschaft benötigt.

In unserer Praxis verbinden wir die reguläre gynäkologische Schwangerschaftsvorsorge mit langjähriger Erfahrung in Geburtshilfe, Risikoschwangerschaft und Pränatalmedizin.

So können wir Patientinnen aus Lemgo, Detmold, dem Kreis Lippe und der weiteren Region OWL während ihrer Schwangerschaft begleiten – von der regulären Vorsorge bis zur spezialisierten Diagnostik bei komplexen Fragestellungen.

Untersuchungen in der Schwangerschaft

Schwangerschaftsvorsorge

Was gehört zur regulären Vorsorge?

Die Schwangerschaftsvorsorge begleitet Sie während der gesamten Schwangerschaft. Sie dient dazu, die Gesundheit der Mutter und die Entwicklung des Kindes zu beobachten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Zu den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen gehören unter anderem:

  • Gespräche über Ihr Befinden und den Verlauf der Schwangerschaft
  • Blutdruck- und Gewichtskontrollen
  • Urinuntersuchungen
  • Kontrolle des Wachstums und der Entwicklung des Kindes
  • Kontrolle der kindlichen Herzaktion
  • Beurteilung der Lage des Kindes im weiteren Schwangerschaftsverlauf
  • Blutuntersuchungen zu bestimmten Zeitpunkten der Schwangerschaft

Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen werden im Mutterpass dokumentiert.

Bei einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf finden die Vorsorgeuntersuchungen zunächst in der Regel alle vier Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen statt. Bei besonderen Risiken oder Beschwerden können zusätzliche Kontrollen erforderlich sein.

Vorsorgefahrplan

Welche Untersuchungen stehen wann an?

Die Schwangerschaftsvorsorge besteht aus regelmäßigen Kontrollen während der gesamten Schwangerschaft. Einige Untersuchungen sind an bestimmte Zeitpunkte gebunden.

Erste Vorsorgeuntersuchung und Mutterpass

Zu Beginn der Schwangerschaft werden unter anderem Ihre Krankengeschichte, frühere Schwangerschaften und mögliche Risikofaktoren besprochen. Hinzu kommen die vorgesehenen körperlichen und laborchemischen Untersuchungen.

9.–12. Schwangerschaftswoche

Der erste Basisultraschall dient unter anderem dazu, die Schwangerschaft zu bestätigen, die Entwicklung des Kindes zu beurteilen und die Schwangerschaftswoche beziehungsweise den voraussichtlichen Geburtstermin einzuordnen. Auch die Herzaktion und eine mögliche Mehrlingsschwangerschaft können festgestellt werden.

19.–22. Schwangerschaftswoche

Beim zweiten Ultraschall wird die Entwicklung des Kindes erneut beurteilt. Gesetzlich versicherte Schwangere können zwischen der Basis-Ultraschalluntersuchung und der erweiterten Basisultraschalluntersuchung wählen. Die erweiterte Basisultraschalluntersuchung umfasst die Beurteilung zusätzlicher kindlicher Strukturen. Sie ist jedoch nicht mit einer spezialisierten Feindiagnostik vergleichbar.

24.–28. Schwangerschaftswoche

In diesem Zeitraum wird der Blutzuckerstoffwechsel im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge überprüft. Ein Schwangerschaftsdiabetes verursacht häufig keine Beschwerden. Wird er erkannt, kann er behandelt und die Schwangerschaft entsprechend betreut werden.

29.–32. Schwangerschaftswoche

Beim dritten Basisultraschall werden die Entwicklung und das Wachstum des Kindes erneut beurteilt. Unter anderem werden die Größe des Kindes, seine Lage und die Herzaktion kontrolliert.

Ab der 32. Schwangerschaftswoche

Im weiteren Verlauf wird die Schwangerschaft engmaschiger kontrolliert (Vorsorge in der Regel alle zwei Wochen). Je nach Schwangerschaftsverlauf kommen zusätzliche Untersuchungen hinzu.

Ab der 40. Schwangerschaftswoche

Der errechnete Entbindungstermin ist überschritten. Das Baby lässt auf sich warten. Das Wohlbefinden von Mutter und Kind wird nun bis zur Geburt alle zwei bis drei Tage kontrolliert.

Drei Basisultraschalluntersuchungen

Was umfasst die gesetzliche Schwangerschaftsvorsorge?

Für gesetzlich versicherte Schwangere gehören drei Basisultraschalluntersuchungen zur regulären Schwangerschaftsvorsorge.

Sie geben wichtige Informationen über die Entwicklung des Kindes, seine Größe und Lage sowie über Plazenta und Fruchtwassermenge.

Die Basisultraschalluntersuchungen sind keine umfassende Fehlbildungsdiagnostik. Wenn sich bei einer Untersuchung ein auffälliger oder unklarer Befund ergibt, können weiterführende Untersuchungen notwendig werden.

Auch unabhängig von einer Auffälligkeit kann eine Schwangere den Wunsch nach einer ausführlicheren Untersuchung haben.

Zusätzliche Untersuchungen

Was, wenn mehr Informationen sinnvoll oder gewünscht sind?

Die reguläre Schwangerschaftsvorsorge bildet die Grundlage der Betreuung. Je nach persönlicher Situation können zusätzliche Untersuchungen medizinisch sinnvoll oder notwendig sein.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Weiterführende Ultraschalluntersuchungen
  • Laboruntersuchungen zur Feststellung des Immunstatus
  • Detaillierte Feindiagnostik
  • Fetale Echokardiografie
  • Dopplersonografie
  • Zusätzliche Wachstumskontrollen
  • Präeklampsie-Screening
  • Untersuchungen bei Mehrlingsschwangerschaften
  • Weiterführende genetische oder pränataldiagnostische Untersuchungen

Manche dieser Untersuchungen sind bei einer medizinischen Indikation Bestandteil der Versorgung. Andere können auf Wunsch als individuelle Gesundheitsleistung durchgeführt werden.

Welche Untersuchung in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen ausführlich.

Risikoschwangerschaften

Gibt es auch Unterstützung bei Risikoschwangerschaften?

Nicht jede Schwangerschaft verläuft gleich. Manche Frauen haben bereits zu Beginn der Schwangerschaft besondere Risikofaktoren, bei anderen ergeben sich erst im Verlauf besondere Fragestellungen.

Die Bezeichnung Risikoschwangerschaft bedeutet nicht automatisch, dass eine Komplikation auftreten wird. Sie kann jedoch ein Grund sein, die Schwangerschaft genauer oder häufiger zu kontrollieren.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der Betreuung von Risikoschwangerschaften und komplexeren Schwangerschaftsverläufen. Wir betreuen Patientinnen aus Lemgo, Detmold und dem gesamten Kreis Lippe sowie aus der weiteren Umgebung.

Durch unsere langjährige Erfahrung in Geburtshilfe, Perinatalmedizin und Pränataldiagnostik können wir auch bei komplexen medizinischen Fragestellungen eine individuell abgestimmte Betreuung anbieten.

Eine intensivere oder spezialisierte Betreuung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:

  • Bluthochdruck oder einer früheren Präeklampsie,
  • Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes,
  • Mehrlingsschwangerschaften,
  • Schwangerschaft nach Kinderwunschbehandlung,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • neurologischen Erkrankungen,
  • anderen chronischen oder akuten Erkrankungen der Mutter,
  • früheren Schwangerschaftskomplikationen,
  • einem für das Schwangerschaftsalter zu kleinem oder zu großem Kind,
  • kindlichen Auffälligkeiten, Fehlbildungen oder genetischen Besonderheiten,
  • auffälligen Ultraschall- oder Dopplerbefunden.

Gerade bei bestehenden Erkrankungen ergeben sich während einer Schwangerschaft häufig besondere Fragen. Dabei geht es beispielsweise darum, welchen Einfluss eine Erkrankung auf die Schwangerschaft haben kann, ob Medikamente weiter eingenommen werden können oder ob zusätzliche Kontrollen sinnvoll sind.

Wir betrachten dabei nicht nur einzelne Befunde. Gemeinsam mit Ihnen und den behandelnden Fachärztinnen und Fachärzten planen wir eine Betreuung, die Ihre persönliche medizinische Situation und Ihre Schwangerschaft gleichermaßen berücksichtigt.

Besondere Beratung

Und wenn es besondere Beratung braucht?

Manchmal ergeben sich bereits während der Schwangerschaft Hinweise darauf, dass beim ungeborenen Kind eine weiterführende Untersuchung oder Beratung sinnvoll sein könnte.

Dies kann beispielsweise der Fall sein bei:

  • auffälligen Ultraschallbefunden,
  • Verdacht auf eine Fehlbildung,
  • Auffälligkeiten des Herzens,
  • Auffälligkeiten anderer Organe oder Körperstrukturen,
  • Auffälligkeiten des Wachstums,
  • genetischen Besonderheiten oder einem auffälligen genetischen Befund,
  • einem auffälligen NIPT-Ergebnis.

In unserer Praxis führen wir die erforderliche spezialisierte pränatalmedizinische Diagnostik durch und beraten Sie ausführlich zu den Befunden und möglichen weiteren Schritten.

Bei komplexeren Fragestellungen arbeiten wir mit weiteren spezialisierten Fachdisziplinen und Einrichtungen zusammen. Je nach Befund kann dies beispielsweise die Zusammenarbeit mit Kinderärztinnen und Kinderärzten, Kinderkardiologinnen und Kinderkardiologen, Kinderchirurginnen und Kinderchirurgen sowie Fachärztinnen und Fachärzten für Humangenetik umfassen.

Unser Ziel ist es, Befunde möglichst genau einzuordnen und gemeinsam mit Ihnen zu besprechen, welche weiteren Untersuchungen, Gespräche oder Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll sein.

Terminvereinbarung

Sie möchten einen Termin vereinbaren? Hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Informationen rund um Zuweisungen

Viele Patientinnen werden zur spezialisierten pränatalmedizinischen Untersuchung gezielt von ihrer betreuenden Frauenärztin oder ihrem betreuenden Frauenarzt zu uns überwiesen. In diesen Fällen übernehmen wir die pränatalmedizinische Diagnostik und führen die erforderlichen spezialisierten Untersuchungen durch.

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Die reguläre Schwangerschaftsvorsorge bleibt in der betreuenden Praxis.

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Wir verstehen unsere Tätigkeit als spezialisierte ergänzende Mitbetreuung.

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Nach der Untersuchung informieren wir die betreuende Praxis über die relevanten Befunde und unsere Empfehlungen für die weitere Betreuung.

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Optimale Verbindung von kontinuierlicher Betreuung durch die vertraute Praxis und spezialisierter pränatalmedizinischer Diagnostik.