Frauenheilkunde

Gut aufgehoben – in jeder Lebensphase: Frauenheilkunde bedeutet für uns, Frauen aus dem gesamten Kreis Lippe und der Region Ostwestfalen-Lippe mit ganz unterschiedlichen Anliegen und in unterschiedlichen Lebenssituationen zu begleiten.

Ob Sie zum ersten Mal eine Frauenarztpraxis besuchen, Fragen zu Verhütung oder Kinderwunsch haben, Beschwerden abklären lassen möchten, sich in den Wechseljahren befinden oder eine gynäkologische Erkrankung Sie beschäftigt: Wir möchten, dass Sie sich bei uns medizinisch und persönlich gut aufgehoben fühlen.

Eine sorgfältige Untersuchung in unserer Praxis in Lemgo und gute Diagnostik sind für uns die Grundlage jeder Behandlung. Ebenso wichtig ist das persönliche Gespräch: Wir erklären Befunde verständlich, beantworten Ihre Fragen und beraten Sie zu den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Untersuchungen in der Frauenheilkunde

Vorsorge und Früherkennung

Vorsorge, die zu Ihnen passt

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Welche Untersuchungen von der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen sind, richtet sich dabei unter anderem nach Ihrem Alter. Darüber hinaus können Beschwerden, persönliche Risiken oder familiäre Erkrankungen Anlass für weitere Untersuchungen sein. In unserer Praxis beraten wir Sie dazu, welche Untersuchungen in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sind. Dabei unterscheiden wir zwischen den regulären Leistungen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung, medizinisch notwendigen Untersuchungen und zusätzlichen Untersuchungen, die auf persönlichen Wunsch durchgeführt werden können.

Junge Frauen

Der Besuch bei einer Frauenärztin kann viele unterschiedliche Gründe haben. Fragen zur Periode, Beschwerden, Verhütung oder körperliche Veränderungen gehören ebenso dazu wie Beratung zur HPV-Impfung und zu anderen gesundheitlichen Themen. Auch bei jungen Frauen können – abhängig von Alter und persönlicher Situation – bestimmte Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sein.

20–34 Jahre

Ab dem 20. Lebensjahr können gesetzlich versicherte Frauen jährlich an der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs teilnehmen. Ein wichtiger Bestandteil ist der Pap-Abstrich, mit dem Zellveränderungen am Gebärmutterhals erkannt werden können. Mit dem Pap-Abstrich können Zellveränderungen erkannt werden, aus denen sich in seltenen Fällen über einen längeren Zeitraum eine Krebsvorstufe oder eine Krebserkrankung entwickeln kann. Ein auffälliger Befund bedeutet dabei nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Je nach Befund können weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu können eine erneute Untersuchung, ein HPV-Test oder eine weiterführende Abklärung gehören.

Ab dem 30. Lebensjahr gehört auch die jährliche klinische Untersuchung der Brust zur gesetzlichen Krebsfrüherkennung. Dabei werden die Brust und die Achselhöhlen untersucht. Sie erhalten außerdem Informationen zur Selbstbeobachtung der Brust.

Neben der gesetzlichen Krebsfrüherkennung gibt es weitere Untersuchungsmöglichkeiten. Eine Ultraschalluntersuchung der weiblichen Beckenorgane oder der Brust gehört bei beschwerdefreien Frauen nicht automatisch zum regulären Leistungsumfang der gesetzlichen Krebsfrüherkennung. Bei Beschwerden oder auffälligen Befunden kann eine Ultraschalluntersuchung dagegen medizinisch notwendig sein. Unabhängig davon können bestimmte Untersuchungen auch auf persönlichen Wunsch durchgeführt werden.

Ab 35 Jahren

Auch ab dem 35. Lebensjahr bleibt die regelmäßige gynäkologische Vorsorge wichtig. Das Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs unterscheidet sich jedoch von dem für jüngere Frauen. Ab dem 35. Lebensjahr wird im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung alle drei Jahre eine Kombination aus HPV-Test und Pap-Abstrich angeboten. Der HPV-Test untersucht, ob eine Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren vorliegt. Der Pap-Abstrich untersucht die Zellen des Gebärmutterhalses auf Veränderungen. Diese beiden Untersuchungen ergänzen sich. Ein auffälliges Testergebnis bedeutet nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Je nach Befund können weitere Kontrollen oder Untersuchungen erforderlich sein. Auch unabhängig vom HPV- und Pap-Test besteht weiterhin Anspruch auf regelmäßige klinische gynäkologische Untersuchungen. Dabei können Beschwerden, Veränderungen und persönliche Risikofaktoren besprochen und untersucht werden.

Brustkrebsfrüherkennung

Ab dem 30. Lebensjahr gehört, wie erwähnt, die jährliche Untersuchung der Brust und der Achselhöhlen zur gynäkologischen Krebsfrüherkennung. Für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren besteht derzeit zusätzlich alle zwei Jahre die Möglichkeit, am Mammografie-Screening teilzunehmen. Mit zunehmendem Alter können weitere Angebote der Krebsfrüherkennung relevant werden. Dazu gehören beispielsweise Untersuchungen zur Darmkrebs- oder Hautkrebsfrüherkennung. Welche Untersuchungen für Sie sinnvoll sind, hängt von Ihrem Alter, Ihrer persönlichen Vorgeschichte und Ihren individuellen Risiken ab. Wir beraten Sie gerne, welche Vorsorgeuntersuchungen in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sind.

Gynäkologische Ultraschalldiagnostik

Eine Ultraschalluntersuchung kann zusätzliche Informationen über die Gebärmutter, die Gebärmutterschleimhaut und die Eierstöcke liefern. Sie kann beispielsweise bei Beschwerden, Blutungsstörungen oder auffälligen Befunden medizinisch notwendig sein. Bei beschwerdefreien Frauen kann eine Ultraschalluntersuchung auch als zusätzliche Vorsorgeuntersuchung gewünscht werden. In diesem Fall gehört sie in der Regel nicht zum regulären Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung.

Mammasonografie

Die Ultraschalluntersuchung der Brust kann bei Beschwerden, tastbaren Veränderungen oder anderen medizinischen Fragen eingesetzt werden. Sie kann außerdem – abhängig von der individuellen Situation – andere Untersuchungen der Brust ergänzen. Bei beschwerdefreien Frauen ist eine Mammasonografie nicht automatisch Bestandteil der gesetzlichen Krebsfrüherkennung.

Laboruntersuchungen

Laboruntersuchungen können bei bestimmten medizinischen Fragen sinnvoll sein. Dazu können beispielsweise Untersuchungen bei Zyklusveränderungen, hormonellen Beschwerden oder Kinderwunsch gehören. Ob eine Untersuchung medizinisch notwendig ist und von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab. Wir möchten nicht möglichst viel untersuchen, sondern gemeinsam mit Ihnen entscheiden, welche Untersuchung für Ihre persönliche Situation sinnvoll ist.  

Sprechstunde für Mädchen und junge Frauen

Der erste Besuch bei der Frauenärztin ist für viele Mädchen und junge Frauen etwas Besonderes. Vielleicht gibt es bereits ein konkretes Anliegen, vielleicht sind es vor allem Fragen zur Periode, zur Verhütung oder zur eigenen körperlichen Entwicklung. Bei uns soll dafür Raum sein – in einer angenehmen Atmosphäre, offen und ohne Bewertung. Ein erster Termin bedeutet dabei nicht automatisch eine gynäkologische Untersuchung. Was bei Ihrem Besuch sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam.

Mädchensprechstunde

Für Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren bieten wir die Mädchensprechstunde M1 an. Dieses besondere Versorgungsangebot soll den ersten Kontakt zur Frauenärztin möglichst unkompliziert und vertrauensvoll gestalten. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Pubertät, Zyklus, körperliche Entwicklung, Sexualität, Verhütung und Impfungen. Grundlage ist ein speziell für die Mädchensprechstunde entwickelter Fragebogen. Wenn es sinnvoll ist, kann auch eine körperliche Untersuchung zur Beurteilung der Pubertätsentwicklung angeboten werden. Eine gynäkologische Untersuchung ist dabei nicht automatisch erforderlich.

Die M1-Mädchensprechstunde ist ein besonderes Versorgungsangebot für Versicherte bestimmter Betriebskrankenkassen. Wir sind zur Teilnahme an diesem Versorgungsprogramm zugelassen. Welche Krankenkassen aktuell teilnehmen und welche Voraussetzungen gelten, finden Sie in einer Übersicht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Wenn Ihre Krankenkasse nicht am M1-Vertrag teilnimmt, können Sie sich selbstverständlich trotzdem mit allen Fragen rund um den ersten Frauenarztbesuch an uns wenden.

Periode & Zyklus

Die erste Periode und die Veränderungen während der Pubertät bringen viele Fragen mit sich. Wir sprechen über den Beginn und die Regelmäßigkeit des Zyklus, stärkere oder länger anhaltende Blutungen, Regelschmerzen, unregelmäßige Zyklen oder das Ausbleiben der Periode. Wenn Beschwerden bestehen oder die Entwicklung nicht wie erwartet verläuft, klären wir gemeinsam, ob eine weitere Untersuchung sinnvoll ist.

Verhütung & sexuelle Gesundheit

Wenn Sexualität ein Thema wird, entstehen oft viele Fragen: Welche Verhütung passt zu mir? Wie sicher ist sie? Was ist zusätzlich zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen wichtig? Wir beraten zu hormonellen und nicht hormonellen Verhütungsmethoden und sprechen auch über den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen. Dabei ist uns wichtig, dass jede junge Frau eine Entscheidung treffen kann, die zu ihr und ihrer persönlichen Situation passt.

HPV-Impfung

Humane Papillomviren – kurz HPV – sind weitverbreitet und werden vor allem durch intime Kontakte übertragen. Viele Infektionen bleiben unbemerkt. Bestimmte HPV-Typen können jedoch langfristig Krebsvorstufen und Krebserkrankungen verursachen, insbesondere am Gebärmutterhals, aber auch an anderen Körperregionen. Andere HPV-Typen können Genitalwarzen verursachen. Die HPV-Impfung schützt vor wichtigen HPV-Typen, die mit der Entstehung bestimmter Krebserkrankungen und Genitalwarzen in Zusammenhang stehen. Sie ist daher eine wichtige Maßnahme zur Krebsprävention.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren. In diesem Alter sind für einen vollständigen Impfschutz in der Regel zwei Impfungen erforderlich. Wird die Impfserie erst ab dem 15. Lebensjahr begonnen, sind drei Impfungen notwendig. Versäumte Impfungen sollen möglichst bald und spätestens bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden. Die Impfung wirkt am besten, bevor es zu einer Infektion mit den HPV-Typen gekommen ist, gegen die der Impfstoff schützt. Deshalb empfiehlt sich die Impfung möglichst früh und idealerweise vor den ersten sexuellen Kontakten. Wir führen HPV-Impfungen in unserer Praxis durch und beraten Sie gerne zu Ihrem Impfstatus und zur Durchführung der Impfung.

Chlamydien-Screening

Chlamydien sind Bakterien, die beim Sexualkontakt übertragen werden können. Eine Infektion verursacht häufig keine Beschwerden und bleibt deshalb manchmal unbemerkt. Unbehandelt kann sie zu Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane führen und langfristig unter anderem die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Sexuell aktive Frauen bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr können einmal jährlich an einem Chlamydien-Screening teilnehmen. Die Untersuchung wird anhand einer Urinprobe durchgeführt und ist für gesetzlich Versicherte in diesem Alter eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch bei Beschwerden oder einem konkreten Verdacht auf eine Infektion kann eine gezielte Untersuchung auf Chlamydien sinnvoll sein.

Wenn Sie Beschwerden haben

Manche Beschwerden verschwinden von selbst – andere sollten genauer abgeklärt werden. Wenn Sie Schmerzen, ungewöhnliche Blutungen, Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr, auffälligen Ausfluss oder andere Veränderungen bemerken, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir schauen gemeinsam, was dahinterstecken könnte und welche Untersuchung gegebenenfalls notwendig ist.

Vertraulich und ohne Bewertung

Gerade beim ersten Besuch ist es wichtig, dass Fragen und persönliche Themen ihren Platz haben. Wir nehmen Ihre Anliegen ernst und gehen vertraulich damit um. Sie entscheiden gemeinsam mit uns, welche Untersuchungen durchgeführt werden. Wenn Sie noch nicht volljährig sind, erklären wir Ihnen, wie die ärztliche Schweigepflicht in Ihrer persönlichen Situation gilt und welche Informationen vertraulich behandelt werden. Gemeinsam besprechen wir auch, ob und wann es sinnvoll sein kann, Eltern oder Sorgeberechtigte einzubeziehen. Sie müssen nicht schon vorher wissen, was Sie brauchen. Wir besprechen das gemeinsam.

Verhütung

Welche Verhütungsmethode zu Ihnen passt, hängt von vielen persönlichen und medizinischen Faktoren ab. Wir beraten Sie zu hormonellen und nicht-hormonellen Methoden und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen – unabhängig davon, ob Sie erstmals eine Verhütung benötigen oder Ihre bisherige Methode verändern möchten.

Hormonell oder ohne Hormone?

Zur hormonellen Verhütung gehören unter anderem Pille, Minipille, Hormonring, Hormonpflaster, Hormonimplantat und Hormonspirale. Zu den nicht hormonellen Methoden zählen beispielsweise Kupferspirale, Kupferkette und Kondom. Welche Methode für Sie geeignet ist, hängt unter anderem von Ihren persönlichen Wünschen, Ihrem Alter, Ihrem Zyklus und möglichen gesundheitlichen Risiken ab.

Verhütung darf sich verändern

Die passende Verhütung kann sich im Laufe des Lebens verändern. Auch nach einer Geburt, bei Kinderwunsch, bei neuen Beschwerden oder wenn Sie mit Ihrer bisherigen Methode nicht mehr zufrieden sind, kann eine erneute Beratung sinnvoll sein. Wir besprechen mit Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten und finden gemeinsam heraus, was zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passt.

Wenn es einmal nicht nach Plan läuft

Bei einer Verhütungspanne können Sie sich möglichst zeitnah an uns wenden. Wir beraten Sie zu den Möglichkeiten der Notfallverhütung und dazu, welche Option in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist.

Kinderwunsch

Wenn eine Schwangerschaft auf sich warten lässt: Nicht immer tritt eine Schwangerschaft sofort ein. Manchmal ergeben sich Fragen zum Zyklus oder dazu, warum eine Schwangerschaft bisher nicht eingetreten ist. Wir beraten Sie bei Kinderwunsch und führen eine erste gynäkologische Abklärung durch. Je nach Fragestellung können dabei Ultraschall- oder Laboruntersuchungen sinnvoll sein. Wenn eine weiterführende Diagnostik oder Behandlung erforderlich ist, besprechen wir mit Ihnen die nächsten Schritte und unterstützen Sie bei der weiteren Betreuung.

 

Wechseljahre und Hormone

Wenn sich im Körper etwas verändert: Hormone verändern sich im Laufe des Lebens – besonders deutlich in den Jahren vor und während der Wechseljahre. Die Beschwerden können dabei sehr unterschiedlich sein und sich im Laufe der Zeit verändern. Typische Beschwerden sind zum Beispiel:

  • Unregelmäßige oder veränderte Blutungen
  • Hitzewallungen und Nachtschweiß
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen oder innere Unruhe
  • Trockene Schleimhäute und Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
  • Veränderungen der Sexualität
  • Körperliche Veränderungen, die Sie als belastend empfinden

Nicht jede dieser Beschwerden hat automatisch eine hormonelle Ursache. Deshalb schauen wir gemeinsam auf Ihre persönliche Situation und Ihre Beschwerden.

Wechseljahre individuell begleiten

Die Wechseljahre sind keine Erkrankung, sondern eine natürliche Lebensphase. Trotzdem können die damit verbundenen Veränderungen die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Wir besprechen mit Ihnen, welche Beschwerden im Vordergrund stehen, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was zu Ihnen und Ihrem Alltag passt. Je nach Situation kommen nicht hormonelle Maßnahmen, lokale Behandlungen oder eine systemische Hormontherapie infrage. Dabei berücksichtigen wir auch persönliche Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Eine Hormontherapie ist nicht für jede Frau notwendig oder geeignet. Wenn sie infrage kommt, besprechen wir gemeinsam Nutzen und mögliche Risiken.

Hormondiagnostik

Bei typischen Beschwerden der Wechseljahre ist eine Bestimmung der Hormonwerte im Blut in der Regel nicht erforderlich. In bestimmten Situationen kann eine Hormonbestimmung jedoch sinnvoll sein, beispielsweise wenn die Ursache von Beschwerden unklar ist oder eine besondere hormonelle Fragestellung besteht. Wichtig ist dabei auch der Zeitpunkt der Untersuchung, da sich Hormonwerte im Verlauf des Zyklus verändern können. Hormonbestimmungen ohne konkrete medizinische Fragestellung sind in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und werden als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten. Wir besprechen vorab mit Ihnen, ob eine Hormonbestimmung in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist und wie die Kostenübernahme geregelt ist.

Zyklus und hormonelle Beschwerden

Auch außerhalb der Wechseljahre können hormonelle Veränderungen Beschwerden wie beispielsweise unregelmäßige Zyklen, sehr starke Blutungen oder das Ausbleiben der Periode verursachen. Wenn solche Veränderungen neu auftreten oder Sie über längere Zeit belasten, können wir gemeinsam nach möglichen Ursachen suchen und besprechen, ob eine Behandlung sinnvoll ist.

Die Zeit nach den Wechseljahren

Auch nach der letzten Regelblutung können hormonell bedingte Beschwerden bestehen oder neu auftreten. Dazu gehören insbesondere trockene Schleimhäute, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich der Harnwege. Auch Blutungen nach den Wechseljahren sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Wir begleiten Sie auch in dieser Lebensphase und beraten Sie zu den für Sie geeigneten Möglichkeiten.

Brustgesundheit

Veränderungen der Brust können viele unterschiedliche Ursachen haben. Beschwerden, tastbare Veränderungen oder auffällige Befunde sollten sorgfältig untersucht und eingeordnet werden. Die Mammasonografie ist ein wichtiger Bestandteil unserer diagnostischen Möglichkeiten. Sie kann bei Beschwerden und auffälligen Befunden eingesetzt werden und – je nach Fragestellung – andere Untersuchungen der Brust ergänzen. Auch bei gutartigen Brusterkrankungen und in der Nachsorge nach Brustkrebs begleiten wir Sie.

Wenn Sie eine Veränderung bemerken

Eine neu aufgetretene Veränderung der Brust sollte ärztlich beurteilt werden. Das gilt beispielsweise bei:

  • einem neu tastbaren Knoten oder einer Verhärtung,
  • Schmerzen oder anderen neu aufgetretenen Beschwerden,
  • Veränderungen der Haut oder Brustwarze,
  • einer neu eingezogenen Brustwarze,
  • auffälligem Ausfluss aus der Brustwarze,
  • einer neu aufgetretenen Veränderung der Brustform.

Nicht jede Veränderung ist ein Hinweis auf eine Krebserkrankung. Häufig sind gutartige Veränderungen die Ursache. Entscheidend ist, einen auffälligen Befund richtig einzuordnen.

Mammasonografie

Mit der Ultraschalluntersuchung der Brust lassen sich Brustgewebe und auffällige Veränderungen differenziert darstellen. Sie ist insbesondere bei tastbaren oder anderen auffälligen Befunden ein wichtiges diagnostisches Verfahren. Auch bei dichtem Brustgewebe kann die Sonografie zusätzliche Informationen liefern. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem vom Alter, den Beschwerden und dem jeweiligen Befund. Die Mammasonografie kann deshalb je nach Situation allein oder in Kombination mit anderen bildgebenden Verfahren eingesetzt werden.

Gutartige Brusterkrankungen

Viele Veränderungen der Brust sind gutartig. Dazu gehören beispielsweise Zysten, Fibroadenome oder andere gutartige Gewebeveränderungen. Wenn ein Befund festgestellt wird, besprechen wir mit Ihnen, was er bedeutet und ob eine Verlaufskontrolle oder weitere Abklärung notwendig ist.

Nach Brustkrebs

Auch nach einer Brustkrebserkrankung begleiten wir Sie gerne in der weiteren Betreuung und Nachsorge. Dabei berücksichtigen wir Ihre individuelle Krankengeschichte und die bereits durchgeführten Untersuchungen. Wenn weiterführende Diagnostik oder eine spezialisierte Behandlung erforderlich ist, arbeiten wir mit den behandelnden Brustzentren und entsprechenden Fachkolleginnen und Fachkollegen zusammen.

Vorsorge und Früherkennung

Die gesetzliche Brustkrebsfrüherkennung umfasst je nach Alter unterschiedliche Untersuchungen. Dazu gehören insbesondere die regelmäßige ärztliche Untersuchung der Brust und das Mammografie-Screening im entsprechenden Altersbereich. Eine Mammasonografie ist nicht Bestandteil des regulären Mammografie-Screenings für alle Frauen, kann aber bei bestimmten Fragestellungen medizinisch sinnvoll sein oder auf individuellen Wunsch zusätzlich durchgeführt werden.

Wir beraten Sie gerne, welche Untersuchung in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist und ob es sich um eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung oder um eine individuelle Gesundheitsleistung handelt.

Gynäkologische Erkrankungen

Wenn etwas nicht stimmt: Zyklus- und Blutungsstörungen, Unterbauchschmerzen oder andere gynäkologische Beschwerden können sehr unterschiedliche Ursachen haben.

Zu den Beschwerden, mit denen Sie sich an uns wenden können, gehören zum Beispiel:

  • Unregelmäßige, sehr starke oder schmerzhafte Blutungen
  • Unterbauch- oder Beckenschmerzen
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
  • Ungewöhnlicher Ausfluss oder wiederkehrende Infektionen
  • Blutungen außerhalb der Regel oder nach den Wechseljahren
  • Andere Veränderungen oder Beschwerden im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane

Auch wenn Sie Ihre Beschwerden nicht genau einordnen können, können Sie sich gerne an uns wenden.

Manchmal lassen sich Beschwerden schnell einordnen, manchmal ist eine weiterführende Abklärung notwendig. Je nach Befund können gynäkologische Erkrankungen wie beispielsweise Myome, Zysten, Endometriose oder hormonell bedingte Beschwerden eine Rolle spielen.

Wenn eine Erkrankung festgestellt wird, besprechen wir mit Ihnen die Befunde und die möglichen nächsten Schritte. Je nach Situation erfolgt die weitere Behandlung bei uns oder in Zusammenarbeit mit spezialisierten Kolleginnen und Kollegen.

Auch nach einer gynäkologischen Krebserkrankung sind wir für Sie da und begleiten Sie in der weiteren Betreuung und Nachsorge.

Terminvereinbarung

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